So gelingt drahtlose Bildschirmübertragung mit Ton im Unterricht

DrahtloseBildschirmübertragung_web

Herr Bleher (Wirtschaftslehrer) kommt in seine Klasse – es ist die 11c eines Gymnasiums in Stuttgart. Mit dem Smartphone in der Hand beginnt er seinen Unterricht. Ohne Tafel. Ohne Whiteboard.

Er hat vergangenes Advents-Wochenende ein Foto der neuesten Cola-Werbung in der Stadt geschossen. Ein Musterbeispiel für emotionales Marketing, wie er findet. Vom iPhone aus projiziert er seinen Fund auf dem Beamer und fragt seine Schüler, was Sie beim Anblick dieses Werbeplakates empfinden.

Herr Bleher beschreitet einen möglichen Weg, wie Technik das Einbinden aktueller Themen den Unterricht bereichern kann. Die Basis, an der es hierzu meistens scheitert, ist ebenso unscheinbar wie fundamental.

Es ist nicht das Smartphone (Das hat mittlerweile jeder).

Es ist auch nicht der Beamer.

Die drahtlose Bildschirmübertragung dafür ist essentiell. Stabil muss sie sein. Und zuverlässig.

What new technology does is create new opportunities to do a job that customers want done.
Tim O'Reilly

Softwareentwickler und Autor

Vom Smartphone auf den Beamer

Heutzutage verwendet die Mehrzahl der Lehrenden technische Geräte in verschiedenen Formen für Ihren Unterricht.

Ihr Ziel ist klar: Inhalte sollen dadurch veranschaulicht dargestellt werden.

Es spielt hierbei keine Rolle, was visuelle dargestellt werden soll. Ist es der Einstieg in ein neues Thema, die Experimentenreihe in Physik, das Besprechen der letzten Hausaufgaben oder als Ersatz zum Tafelaufschrieb.

Dass der Tageslichtprojektor nun ein für alle mal abgelöst wird, ist allgemein bekannt. Kurz gesagt: Dokumentenkamera + Beamer können alles, was der Overheadprojektor auch konnte. Mindestens.

Heute benötigen wir das Zusammenspiel aus Notebook, Beamer und Lautsprecher mit Anbindung an das pädagogische Netzwerk der Schule und das Internet. Wer es jedoch noch komfortabler möchte, der projiziert seine Inhalte vom Tablet/Smartphone auf den Beamer und bringt auf diese Weise Dynamik und Flexibilität in seinen Unterricht. Man spricht hier auch vom sog. Bring Your Own Device (BYOD) Konzept.

Aus unserer praktischen Erfahrung haben wir folgende Stolpersteine auf dem Weg zur drahtlosen Bildübertragung beobachtet:

(1) Die unterschiedlichen Betriebssysteme der eingesetzten Endgeräte (Lehrer A besitzt ein iPhone und Lehrer B ein Android-Gerät)

(2) Die Auflösung des Beamers lässt sehr zu wünschen übrig

(3) Der eingesetzte Adapter zur Bildübertragung funktioniert sehr unzuverlässig

Darum haben wir geforscht, getestet und unsere Lösungen ständig hinterfragt.

 

Das Ergebnis?

Wenn die Schulen ein paar wenige Grundregeln beherzigen und die von uns vorgeschlagene (zeitgemäße) Medienausstattung an Ihrer Schule bereitstellt, werden aus Stolpersteinen kleine Kieselsteine.

(Die Medienausstattung können Sie auch im Medienentwicklungsplan nachlesen.)

 

 

Ein Überblick zur Technik

Auf dem Markt gibt es verschiedene Arten, Standards und Lösungen, wie unser Vorhaben angegangen werden kann. Viele davon haben sich nicht durchsetzen können – andere wiederum schon. Jedoch muss hier klar gesagt werden: Es gibt nicht „die eine“ Lösung.

Welche Übertragungsarten gibt es nun?

Für den Weg vom Endgerät zum Zielgerät (Beamer) gibt es drei große Standards:

(1) Apple AirPlay -> mittels AppleTV

(2) Miracast -> mittels Microsoft Wireless Display Adapter

(3) DLNA (Digital Living Network Alliance)

Das eingesetzte Endgerät des Lehrenden muss einen dieser Standards bereitstellen. Da sich zu 98% Smartphones und Tablets der Marken Apple und Google auf dem Markt befinden, nehmen wir dies als gegeben an.

 

Wie machen sich die Lösungen in der Praxis?

Sehen wir uns zu Beginn den Microsoft Wireless Display Adapter (MWDS) an. Dieser stellt den Miracast-Standard bereit, der spätestens in jedem Windows 10 Gerät implementiert ist. Technisch gesehen gibt es hier also keine Hürden – theoretisch sollten sich Produkte eines Herstellers auch gut verstehen.

Und so ist es auch. Die Inhalte der Windows-Notebooks oder -Tablets werden ruckelfrei am Beamer angezeigt. Der Adapter ist hierbei wie immer sicher im VisioPro untergebracht. Herr Bleher beispielsweise geht frei im Klassenzimmer umher, während Bild und Ton synchron übertragen werden.

Auch Apple hat mit seinem Standard keine Fehler gemacht, Über das iPhone oder iPads des Lehrenden werden Bild und Ton, Filme oder einfache Grafiken ruckelfrei und ohne Verzögerung auf dem Beamer angezeigt. Der dazu benötige AppleTV ist zwar nicht der günstigste – so ist es jedoch mit allen Apple-Geräten.

An der Qualität kann hier wiederum nichts ausgesetzt werden. Und dank des VisioPro ist der AppleTV zuverlässig geschützt. Als wir das erste mal diese Lösung an einer Schule installierten, montierten wir das Gerät auf den Beamer. Kaum eine Woche später war das teure Apple-Gerät verschwunden – kein Wunder. Wir lernen eben auch dazu 🙂

Da sich DLNA als Standard weiter schwer tut und größtenteils im Heimnetzwerk zum Einsatz kommt, wird dieser Weg aktuell nicht angeboten. Es fehlen schlichtweg die Vorteile und die geforderten Einsatzzwecke, die diesen Standard ausmachen.

 

Zusammenfassung

Aus technischer Sicht ist das Unterrichten von jedem Endgerät überall im Klassenraum keine Zukunftsvision mehr – sondern Realität.

Dass hierbei die grundlegende Medienausstattung fundamental ist, steht außer Frage. Wer sich sorgen um die Technik an sich macht – sei es der Stabilität, der Zuverlässigkeit oder sogar der Sicherheit wegen – den können wir beruhigen. Die drahtlose Bildschirmübertragung im Unterricht wurde von den Lehrern an den von uns ausgestatteten Schulen auf Herz und Nieren getestet.

Das Resultat: Begeisterung.

Das zeigt einmal mehr, wie sich das modulare Konzept um das Mediensystem für Schulen (unseren VisioPro) behauptet.

Es ist offen für neue Lösungen und Techniken. Immer.

 

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